Baunscheidtieren

Was passiert beim Baunscheidtieren?

Beim Baunscheidtieren wird die Haut an bestimmten Stellen großflächig mittels einer Nadelwalze eingeritzt.  Im Anschluss reibt der Therapeut die Haut mit einer hautreizenden Substanz ein. An den so behandelten Stellen ist diese dann warm und gerötet und bildet ein Wundsekret. Die Verletzungen wässern und geben Lymphflüssigkeit nach außen ab. Das alles ist so gewollt und der Heilungsprozess der Haut ist meist schon nach 2 Wochen ohne Kompliktationen abgeschlossen. Zur Unterstützung des Heilungsprozesses wird eine entsprechend wirkungsvolle Wundpflege eingesetzt.

Die Baunscheidtbehandlung gehört zu den Reiztherapien sowie ab- und ausleitenden Verfahren. Sie kann ebenfalls eine therapeutische Wirkung auf den Lymphfluss erzielen.

 

Schwerpunkte der Behandlung

Seinen Schwerpunkt legt der Therapeut beim Baunscheidtieren auf die Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates und den damit verbundenen Schwächezuständen sowie vegetativen Störungen. Daneben dient sie der Stimulation der Abwehrkräfte. Durch das Verfahren soll auch die Rückfallneigung während der Genesung (zum Beispiel bei chronischer Bronchitis, Mandelentzündung, Keuchhusten oder Blasenentzündungen) reduziert werden. Durch den durch die Nadelstiche ausgeübten Reiz wiederum können Reizzustände, wie sie bei Reizdarm, Reizmagen oder Reizblase vorkommen, behandelt werden. Selbst bei Depressionen und Wechseljahresbeschwerden wird das Baunscheidtieren (Reizdarm, Reizmagen, Reizblase) aufgrund seiner anregenden Wirkung angewendet.

Erkrankungen, bei denen Baunscheidttieren helfen kann

Abwehrschwäche, Arthrose, Blähungen, Erektile Dysfunktion (Potenzstörung), Funktionelle Herzbeschwerden, Gelenkschmerzen, Gicht, Hämorrhoiden, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Reizdarm, -Rheuma, Schwindel, Vegetative Dystonie, Verdauungsbeschwerden

Pin It on Pinterest