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Tipps und Empfehlungen zu Ernährung und Sport während des Fastens

Für strenggläubige Menschen muslimischen Glaubens hat in diesem Jahr am 06.06.2016 der Fastenmonat Ramadan begonnen. Der Fastentag beginnt vor dem Morgengrauen und endet nach dem Sonnenuntergang. In dieser Zeit soll man weder essen noch trinken. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, zum Beispiel müssen Kranke, schwangere und stillende Mütter, Kinder und geisteskranke Menschen nicht zwingend fasten.

Mit unseren Tipps im Hinblick auf ihre Ernährung und sportliche Aktivitäten bleiben Sie fit und gesund.

 

Sport

Sportlich aktive Muslime und Muslima sollten am besten ca. eine Stunde vor Beginn des Fastenbrechens, dem sogenannten „Iftar“, Sport treiben. Dies hat den Vorteil, dass man im Anschluss an die Sportstunde direkt wieder Flüssigkeit zu sich nehmen kann und den Körper nicht noch kurz vor dem zu Bett gehen in den Turbogang hochschaltet. Wenn, dann kann Sport in der Fastenzeit nur dazu dienen den Fitnesszustand weitestgehend zu erhalten. Von zu großen körperlichen Anstrengungen und Muskelaufbauprogrammen bzw. sportlichen Höchstleistungen ist während des Fastens abzuraten.

 

Ernährung und Sport im Ramadan

Trinken nach Sonnenuntergang

Um den Stoffwechsel anzuregen, empfiehlt es sich Wasser mit etwas Zitronensaft zu trinken oder schwarzen Tee mit Honig und Zitrone.

Übrigens: Vor Beginn des Essens und Trinkens ein paar Krümel guten Salzes (unraffiniertes Salz – kein Industriesalz!) auf die Zunge gestreut kurbelt den Stoffwechsel zusätzlich an und reguliert unseren Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Darüber hinaus hat es den positiven Nebeneffekt, dass die darin enthaltenen Spurenelemente unsere Nerven beruhigen. Salz reduziert  die für Stress mitverantwortlichen Hormone Adrenalin und Cortisol. Ein wenig Salz kurz vorm Schlafengehen kann also auch für einen angenehmen Schlaf sorgen.

 

Essen nach Sonnenuntergang

Wir empfehlen, die Mahlzeit nach dem Fastenbrechen aufzuteilen, also einen Teil direkt zu Beginn zu sich zu nehmen und ein zweites Mal etwas später noch etwas zu essen. Die Mahlzeiten sollten zu 50 Prozent Proteinen (z.B. Geflügel, Fisch) und zu 50 Prozent aus Kohlehydraten (z.B. Kartoffeln, Nudeln und Reis) bestehen. Dadurch ist Nahrung leichter verdaulich und belastet den Körper nicht während der Schlaf- und Erhohlungsphase. Auch frisches Obst und Gemüse für unseren Vitaminhaushalt gehören selbstverständlich dazu.

 

Essen und Trinken kurz vor Sonnenaufgang

Diese Mahlzeit (Suhoor genannt) sollte unbedingt zu 20 Prozent aus Proteinen und zu 80 Prozent aus Kohlehydraten und Ballaststoffen bestehen. Der Körper benötigt für die lange Zeit bis zum Sonnenuntergang, in der weder getrunken noch gegessen wird, ausreichend Energie, um fit zu bleiben. Auch hier runden Obst und Gemüse die Mahlzeit ab. Außerdem muss jetzt auch wieder viel Wasser oder Tee getrunken werden.

 

Haben Sie noch Fragen?
Unsere Ernährungsberaterin Julia van Berck sowie unser Fitnesstrainer  Vahid Sarlak (Judoweltmeister) stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Je nach Umfang der Beratung können Gebühren anfallen. Sprechen Sie dies vorab mit unseren Mitarbeitern ab.

Bildlizenz: Fotolia #110579749

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