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Der ehemalige Prinz Jörn I. & Prinzessin Simone I. (Session 2009/2010) beim Bützen im Karneval (Foto privat)

Der ehemalige Prinz Jörn I. & Prinzessin Simone I. (Session 2009/2010) beim Bützen im Karneval

Folge 1 

Heute ein Interview mit unserem Chef Jörn Becker (Heilpraktiker, Osteopath, Masseur …) mit der Antwort auf die Frage, was zwei Hochzeiten miteinander zu tun haben.

 

Claudia:
Hallo Jörn, wie ich dir als ehemaligem Karnevalsprinz sicherlich nicht sagen muss, startet heute an Altweiber der Straßenkarneval und damit quasi die Hoch-Zeit des Karneval. Aber es gibt ja gerade noch eine andere Hoch-Zeit und zwar die der Erkältungskrankheiten und  Grippe. Eigentlich haben diese beiden Hoch-Zeiten ja nichts miteinander zu tun, oder?

Jörn Becker:
Ja das könnte man meinen, aber die eigentliche Hoch-Zeit haben wir bei der Grippe- und Erkältungswelle noch nicht erreicht. Die kommt erst nach Karneval und da liegt halt die Verbindung. Im Karneval kommen sich die Menschen ja bekanntlich ziemlich nahe. Da wird geschunkelt und gebützt, was ja auch sehr schön ist. Der Nachteil, wenn man das so bezeichnen mag ist, dass es auf diese Weise zu Schmier- und Tröpfcheninfektionen kommen kann und wer ein schwaches Immunsystem hat, der ist dann meist fällig für eine Erkältung oder im schlimmsten Fall für eine Grippe.

Claudia:
Kann man da was gegen tun, also auch vorbeugend? Gibt es da Pillen oder so was, die man heute noch schnell einschmeißen kann.

Jörn Becker:
(lacht) Du könntest zum Beispiel einen Mundschutz beim Küssen tragen, keine Schnuller tauschen oder den Hals mit Alkohol desinfizieren. Aber Spaß beiseite. Nein, das geht nicht. Vorbeugend kann man natürlich täglich eine richtige heiße Zitrone (Rezept folgt am Ende) mit Honig – der wirkt antibakteriell – trinken. Vitamin C ist immer gut. Auch gegen den Kater danach. Im Grunde aber kann dem- oder derjenigen, der oder die sich im Allgemeinen gesund ernährt, genug Schlaf hat und sich mit Sport oder viel Bewegung (auch an der frischen Luft) fit hält so ein Händedruck oder ein Bützchen von jemandem, der es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat, nichts anhaben.

Aber wer zu wenig schläft, sich falsch ernährt, kaum bewegt und vielleicht in letzter Zeit viel Stress hatte, der steckt das nicht so gut weg und ist wesentlich anfälliger für eine Erkältung oder im schlimmsten Fall für eine grippale Infektion.

Claudia:
Nun gut, wir nehmen mal an uns oder mich hat es heute im Laufe des Abends beim Bützen erwischt, also ich meine jetzt im negativen Sinne. Was kann ich tun, damit ich am Rosenmontag wieder auf den Beinen bin, um beim Zug dabei zu sein?

Jörn Becker:
Da gibt es eigentlich nur eins. Bettruhe, viel trinken – und damit meine ich nicht Alkohol – und sich schön warm halten. Falls das alles nichts nützt und du nach Rosenmontag immer noch nicht auf den Beinen bist, dann solltest du einen Arzt oder auch mich aufsuchen, damit aus einer einfachen Erkältung nicht mehr wird.

Claudia:
Apropos Alkohl. Heute ist das Wetter arg bescheiden. Man sagt ja immer, dass Alkohol wärmt und deswegen trinken wir im Straßenkarneval gerne das eine oder andere Schnäpschen mehr. Stimmt das eigentlich, also das mit dem Wärmen ;-)?

Jörn Becker:
(schüttelt den Kopf) Oh nein, ganz im Gegenteil. So ein gutes Schnäpschen ist natürlich für den ein oder anderen was Feines. Uns kommt es nur so vor, als ob sein Genuss von innen wärmt. Das ist aber nur gefühlt und nur für kurze Zeit so. Der Alkohol weitet die Gefäße. Unsere Hände und das Gesicht beispielsweise werden dadurch stärker durchblutet. Tja, und das sorgt für ein Wärmegefühl. Aber nur vorübergehend. Die eigentliche Körpertemperatur steigt durch den Alkohol nicht. Nein, nach kurzer Zeit kommt es sogar zu einer Auskühlung des Körpers, denn der Alkohol hat dafür gesorgt, dass die Gefäße sich weiten und ein Wärmeverlust entsteht. Normalerweise verengen sich die Gefäße bei Kälte, um die Wärme in uns zu halten.

Wenn jemand draußen betrunken und allein auf der Straße oder in einer Ecke liegt ist die Gefahr einer Aus- bzw. Unterkühlung besonders groß. Hier wäre es wichtig Hilfe zu holen.

Claudia:
Wie sollte ich mich also verhalten, damit mir nicht zu kalt wird?

Jörn Becker:
Wenn euch zu kalt wird und eine Unterkühlung droht, solltet ihr besser rechtzeitig ins Warme gehen, also an Karneval vielleicht die nächste Gaststätte aufsuchen und mit ein paar netten Mädels oder Jungs schunkeln. Du kannst auch auf der Straße tanzen, wenn es dir Spaß macht – aber bewegen solltest du dich.

Claudia:
Hast du noch einen Tipp gegen den Kater danach?

Jörn Becker:
Also bevor es auf Karnevalstour geht, solltest du am besten fettreich (ja, du hast das richtig verstanden) essen und wenn du dann nach Hause kommt, nimmst du die Kopfschmerztablette am besten schon vor dem Schlafengehen. Zum Katerfrühstück gibt es dann den obligatorischen Rollmops.

Claudia:
Zum Abschluss noch eine Frage. Was machst du als eingefleischter Jeck eigentlich heute so?

Jörn Becker:
Wie du ja weißt, bin ich inzwischen Vater einer kleinen, süßen Tochter und da bin ich heute gerne mal Babysitter, damit sich Mama Simone an Altweiber ins Getümmel stürzen kann. Sie ist übrigens gut vorbereitet ;-). Am Samstag gehen wir drei dann gemeinsam als Clowns verkleidet zum Nelkensamstagszug.

Claudia:
Na dann wünsche ich viel Spaß beim Babysitten und am Samstag auf dem Zug. Danke für das Interview und ein dreifaches Helau!

Jörn Becker:
H E L A U  +  A L A A F !!! (Hebt den Zeigefinger) Und bütz heute nicht zu doll!

Claudia:
(lacht und 😉 )

Das Interview führte Claudia Ballhaus-Penkmann

Rezept für das Zitronengetränk

  • Wasser abkochen
  • 1o Minuten zum Abkühlen stehen lassen (ca. 80 Grad)
  • Eine Zitrone auspressen und zusammen mit  etwas Honig ins Wasser geben
  • in kleinen Schlucken trinken

Wer mag kann evtl. etwas frischen Ingwer mit hineingeben.

 

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